Zitat von wkkoeln
Sehr interressantes Thema !
Und bisher wirklich wenig parteipolitische Ausrichtungen drin zu erkenne !!!
Im Prinzip sollte uns das ganze Chaos in Berlin nicht interressieren, denn letztenendes können wir uns der Situation sicherlich alle anpassen, so lange nicht neuer Wahnsinn aus dem Bundestag kommt, am besten wäre es die Mauer wieder aufzubauen, diesmal allerdings um das Regierungsviertel, dann werden die nicht mehr vom Volk gestört.
Mit "Vergnügen??" lese ich die ganzen Berichte hier. Besonders der Spruch mit der Mauer oben hat mich wirklich gefreut
(das gehört schon fast in den Thread "was hat heute am meisten Spass gemacht").
Es zeigt aber auch wirklich deutlich die Situation, dass ich mich dauernd von den Regierenden gestört fühle mit neuen Gesetzen und Regeln, die ich alle nicht mehr durchblicke
(und auch gar nicht mehr wissen will
).
Wenn ich die Berichte hier und viele weitere Äusserungen mir so ansehe, dann freue ich mich zu sehen, wie klar und deutlich doch bei vielen Leuten die derzeitige Situation in Deutschland erkannt worden ist und der Wunsch nach wirklichen Veränderungen geäußert wird. Hier scheinen unsere Politiker völlig überfordert zu sein bzw. nicht man ansatzweise Mut zu zeigen. Wenn ich als kleiner Unternehmer meine Entscheidungen immer auf diesem Wege getroffen hätte, wäre ich schon seit 10 Jahren in Konkurs.
Ich bilde mir ein, bei anstehenden Entscheidungen bisher immer genug Mut gezeigt zu haben, mich auch von altgedienten Sachen zu lösen und was neues anzupacken. Das war interessanterweise auch immer wieder mal falsch (ich möchte wetten zu mehr als 50%) und musste dann eben kurzfristig wieder korrigiert werden, dazu gehörte manchmal auch das völlige "zurückrudern" auf dem alten Stand.
Per Saldo blieben dann aber offensichtlich viele richtige und ertragreiche Entscheidungen übrig, von denen lebe ich heute !
Meiner Meinung nach ist die Bevöllerung in der Breite schon aufgeklärt und informiert genug auch falsche politische Entscheidungen zu akzeptieren (Fehler kommen eben vor). Wichtig ist nur, dass dann nicht auf Teufel komm raus diese Fehler verteidigt werden und als "Errungenschaft" dargestellt werden, nur weil man auf keinen Fall seine nächsten Wahlchancen vermindern will.
Wie in jedem Unternehmen sollte es so sein, dass die Führung Entscheidungen trifft und auch wieder korrigiert, abgerechnet wird dann "am Schluss". Wenn der Boss dann kein ausreichend positives Ergebniss vorliegen kann, dann geht er / wird abgewählt / geht pleite oder was auch immer.
Ich frage mich schon seit langer Zeit, ob das System der politischen Parteien überhaupt noch zeitgemäß ist. Es ist entstanden in einer Zeit, in denen die Informationsmedien für heutige Verhältnisse praktisch kaum vorhanden waren, die Parteien haben dann den "Willen des Volkes" kanalisiert und zentral vertreten. Vor 50 oder 100 Jahren machte das ja auch Sinn, im 21.Jahrhundert gibt es aber viel mehr Möglichkeiten, seine Meinung öffentlich zu machen und zu vertreten.
Ich glaube fast, die Schweizer mit ihrem System der Volksabstimmungen haben da inzwischen das bessere und modernere System.
Trotz allem freue ich mich auf die neue Bundestagswahl und hoffe einfach nur, dass eine andere Regierung (die jetzige hat für mich kein positives Ergebnis produziert) endlich mal Mut zu Veränderungen zeigt und danach die Regierung wieder Verlässlichkeit im Sinne "zum Wohle des deutschen Volkes" zeigt. Ich möchte nämlich keinen Politiker gewählt haben, der den Satz zu "zum Wohle meiner Partei / Fraktion / mich selbst" uminterpretiert.
Meine Bedenken, dass das wieder mal nicht eintritt, sind allerdings nach dem sehr vorsichtigen "Programm" der Schwarzen wieder grösser geworden. Wenn die sich jetzt nicht trauen, wann denn dann ?