...Ein weiterer Gedanke: Wie soll auf der einen Seite eine sog. "Versiegelung" bis zu 6 Monate am Lack haften, aber dann alle anderen DInge wie Schmutz, etc. abweisen??!! Sind da kleine Männchen drin, die erkennen, was Lack und was eine Fliege ist?? Wohl kaum...
Tja, das ist die gleiche Frage wie die, warum Teflon an der Pfanne haftet wenn nichts an Teflon haftet.
Mit kleinen Männchen hat da nichts zu tun, eher mit Physik (bzw. Chemie, die aber nur ein Nebenprodukt der Physik ist).
Wie jede Oberfläche ist auch ein glatter Lack nicht völlig glatt, jedenfalls nicht im mikroskopischen oder gar molekularen Bereich sondern sieht eher aus wie eine Gebirgslandschaft im Himalaya. Je ungleichmäßiger die Oberfläche ist desto besser kann sich Schmutz halten, der ebenfalls eine ungleichmäßige Oberfläche hat und sich so prima in der Lackoberfläche verhaken kann.
Eine Lackversiegelung füllt nun diese Oberfläche auf und glättet sie, sie kann es, weil ihre molekulare Struktur ‚kleiner‘ ist als die ‚Täler‘ in der Oberfläche ohne Versiegelung. Nach der Versiegelung ist die Oberfläche noch immer nicht völlig glatt, jedoch sieht sie jetzt nicht mehr wie das Himalaya aus sondern wie der Vogelsberg. Es gibt also weniger Widerhaken, an denen sich Schmutzpartikel festsetzen können.
Gruß
Frank