Servus,
bei diesem Ausmaß und an der Stelle ist das noch reparierbar. Das funktioniert einwandfrei mit dem gleichen System, das auch für Steinschläge und kleinere Risse in Windscutzscheiben verwendet wird. Diese UV-härtenden Harze sind zwar vom Brechungsindex auf Glas optimiert, funktinieren aber auch bei Scheinwerfer-Kunststoffgläsern. Ich habe das schon öfters gemacht, vom Grundsatz ist es kein Problem, allerdings habe ich da eben auch langjährige Erfahrung mit diesem System aus der Reparatur von Display-Schutzgläsern und Windschutzscheiben. (Und auch die professionelle Ausrüstung dafür).
Wenn du ein bisschen Geschick mitbringst, sollte dir die Reparatur dieses "einfachen" Schadens aber auch mit einem Billig-Kit von Amazon gelingen, da du im Grunde hierfür nur das Harz, die Polarisationsfolie und die UV-Lamoe benötigst. Der Applikator für die Windschutzscheibe ist hier unnötig.
Das "Hobby-Harz" ist so dünnflüssig, dass es praktisch fast von alleine in den Riss fließen wird. Bei den Temperaturen jetzt ein bisschen mit dem Fön* und gegebenenfalls einem Stück Folie zum "einmassieren" nachhelfen. Wenn der Riss gefüllt ist, siehst du das recht schön und kannst dann aushärten. Aber Achtung: Nicht zu vorschnell, denn einen Versuch Nr. II gibt es nicht.
Bei Unsicherheit einfach einen machen lassen, der das schon öfters praktiziert hat.
*Durch den thermischen Effekt wird nicht nur das Harz dünnflüssiger, sondern der Riss "arbeitet" etwas, wodurch das Harz besser einzubringen ist. Nicht übertreiben, im Gegensatz zur Windschutzscheibe gibt es keine Folie im Material und das Harz darf auch nicht an der Innenseite herabfließen. Langsam herantasten, heißt hier die Devise. Sobald der Riss dunkler wird, ist er gefüllt.
Grüße
Robert