Servus zusammen,
zum Austausch der Bremsscheiben im Zuge eines Bremsbelagwechsels gibt es ja eine ganz klare Vorgabe. Und die ist auch sehr einfach. Jede Bremsscheibe hat eine Mindeststärke. Beim V6 TDI sind das zum Beispiel 34 mm. Im Neuzustand beträgt die Stärke 36 mm, es sind also maximal 2 mm Verschleiß zulässig.
Hat nun eine Bremsscheibe beim (ersten) Belagwechsel z. B. noch eine Stärke von 35,1 mm, so geht man davon aus, dass sie beim folgenden Bremsbelagtausch eben noch rechnerisch 34,2 mm haben wird und damit nicht in der zu erwartenden Laufleistung das vorgeschriebene Mindestmaß unterschreiten wird. Die Scheiben bleiben also drin, der Tausch erfolgt dann beim nächsten Belagwechsel.
Sind es hingegen meinetwegen nur noch 34,5 mm, dann ist klar, dass die Scheiben während der zu erwartenden Laufleistung der neu eingebauten Bremsbeläge garantiert das Mindestmaß unterschreiten werden. Ergo tauscht man sie eben gleich mit aus. Das hat vor allem Sicherheitsgründe, da die wenigsten Autobesitzer regelmäßig die Mindestdicke der Bremsscheiben selber messen werden (oder gar diesen Wert kennen...) und dann rechtzeitig die Werkstatt aufsuchen.
Diese Vorgaben und Rechnungen gelten markenübergreifend bei allen Herstellern und haben auch durchaus ihren Sinn. Als Hobbyschrauber kann man freilich die Mindeststärke auch selber überwachen und dann am Verschleißmaß die Bremsscheiben tauschen. Ist halt auch hier immer eine individuelle Frage im Zuge des Belagwechsels, wie gut die Scheiben insgesamt noch sind und ob es sich lohnt sie drin zu lassen, oder diese ohnehin bereits vergammelt oder nahe an der Verschleißgrenze sind. Immerhin muss man im zweiterem Falle dann wieder alles erneut zerlegen und hat praktisch die doppelte Arbeit.
Grüße
Robert