GRA mit Verkehrszeichenerkennung - Empfindlichkeit

Vom Touareg-Freunde Fotokalender 2021 sind nur noch 13 Exemplare verfügbar! Rasch informieren und bestellen: KLICK

Neu: Ab sofort könnt ihr euch DSGVO-konform für unseren Newsletter eintragen: KLICK

  • Gibt es eine Möglichkeit, der Kamera für die Verkehrszeichenerkennung einen "engeren Blickwinkel" vorzugeben?



    Die auftretende Problematik bei unserem T3 ist so:



    - ich fahre auf einer autobahnmäßig ausgebauten, vierspurigen Straße auf der rechten Fahrspur (kein Standstreifen; Leitplanken in der Mitte und rechts)
    - Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Straße liegt bei 80
    - GRA und ACC sind aktiv und auf 80 eingestellt
    - an der Strecke gibt es zwei Stellen, an denen rechts eine Abbiegespur zum Verlassen der vierspurigen Straße abgeht
    - rechts von dieser Abbiegespur steht dann jeweils ein Schild mit Begrenzung auf 50 (während auf der Hauptspur natürlich weiterhin 80 gilt)
    - nun haut unser T3, sobald er auf Höhe des 50er Schilds (wie gesagt, Schild auf der Abbiegespur, T3 auf der rechten Geradeaus-Spur) immer die Bremse rein, um auf 50 runterzubremsen
    - der nachfolgende Verkehr staunt nicht schlecht, dass ich bei sonst leerer Straße plötzlich derartige Bremsmannöver durchführe



    Wir fahren die bewusste Strecke mehrmals pro Woche und der "Fehler" ist reproduzierbar.
    Vor lauter Schreck über das nicht erwartete Bremsmanöver trete ich jedesmal reflexartig das Gaspedal ganz durch, um möglichst schnell wieder in Fahrt zu kommen und den Hintermann nicht zu gefährden. Ohweh, da muss ich immer sehr aufpassen, dass ich durch diesen manuellen Eingriff nicht einem Vordermann draufknalle oder zumindest die Geschwindigkeitsbeschränkung übertrete.
    Auch wenn ich es auf anderen Strecken noch nicht getestet habe, befürchte ich, dass dies eine häufig auftretende Konstellation ist, die auch auf anderen Strecken auftreten kann.
    Ich finde dieses Verhalten jedenfalls höchst "unbequem", wenn nicht sogar gefährlich.



    Habt ihr so etwas auch schon erlebt?
    Gibt es eine Möglichkeit, die Verkehrszeichenerkennung und deren Anbindung an den GRA hier irgendwie "etwas unempfindlicher" zu machen?

  • Die Verkehrszeichenerkennung ist ein wenig marode .... ich fahre hier jeden Tag durch Autobahnbaustellen und kann es konstant Folgendes reproduzieren: beim fahren in diese Autobahnbaustelle werden die gestuften Geschwindigkeitsbeschränkungen erkannt, bis wir bei 80 angekommen sind. Damit geht es dann eine Zeit lang in der Baustelle vorwärts. Dann stehen Nicht-Baustellenschilder am Straßenrand, die die Geschwindigkeit auf dem darauf folgenden Teilstück auf 120 beschränken. Diese Nicht-Baustellenschilder sind mit dem roten Klebeband kreuzweise durchgestrichen und somit ungültig. Das interpretiert die Verkehrszeichenerkennung immer als 'Aufhebung aller Gebote' und beschleunigt dann auf 130.


    Was ich auch schon hatte: einstreifige Verkehrsführung auf der linken Spur, rechts mit Baken abgeteilt. Dort steht ein Baustellenfahrzeug mit so einem tollen 40-Aufkleber drauf. Touareg bremst auf 40 herunter ;) - ok, das kann ich noch nachvollziehen, aber das oben geschilderte Verhalten ist optimierungsfähig.



    @edit wegen Typos

  • Naja, wenn in Deinem 2. Absatz der Aufkleber auf dem Baustellenfahrzeug nur so ein kleiner Aufkleber ist, der nachweisen soll, dass das Fahrzeug max. 40 fahren darf, dann führt die Bremsung zu einer genauso gefährlichen Situation, wie ich es beschrieben habe.
    Ist das allerdings ein großer Aufkleber, der bei dem Baustellenfahrzeug dafür da ist, temporär in einer Baustelle die Geschwindigkeit zu regeln, dann ist das Runterbremsen ja i.O.

  • Servus,


    sagt mal, überholen euch da nicht die Laster :confused: Das Ding regelt ja immer exakt auf die entsprechende Geschwindigkeit. Bei 80 km/h sind das in etwa nur reale 77 km/h, die Tachovoreilung eingerechnet. Und schon alleine aus diesen Gründen habe ich die Funktion zwar mal ausprobiert, aber genauso schnell wieder deaktiviert, weil mich das extrem nervt, wenn ich sogar noch langsamer als erlaubt unterwegs bin. (Und jeden anderen vermutlich auch, der hinter mir ist und damit gegängelt wird :hopelessness:.)


    Könnte man einen frei wählbaren Plus-Offset einstellen, dann wäre die Funktion noch eher sinnvoll nutzbar. Aber in der Beamten-, Verkehrslehrer- und Opa-Auslegung, verzichte ich liebend gerne auf dieses Verkehrshindernis-Feature, zumal ja auch noch gaaaanz genau und schon vorher, zudem recht stark gebremst wird, was ein normal vorausschauender Fahrer niemals in dieser Ausprägung tun würde.


    Grüße
    Robert

  • Im Prinzip hast Du absolut Recht!
    Es wäre Klasse, wenn man hier eine Toleranz von z.B. +10% einstellen könnte, denn man sollte jedem selbst überlassen, welcher Betrag auf seinem Strafzettel steht.
    Die Funktion ist echt was für absolut "Charakterfeste" ;-P


  • Könnte man einen frei wählbaren Plus-Offset einstellen, dann wäre die Funktion noch eher sinnvoll nutzbar.


    Bei BMW kann ich einen Offset von bis zu 20km/h als Vorgabe einstellen. Bei jeder Aktivierung des Tempomaten fragt er dann kurz ob er die "Geschwindigkeit bei Aktivierungsdruck" oder die "Geschwindigkeit vom letzten Schild + X" nehmen soll. Ich habe da +15km/h als Standard eingegeben und fühle mich wohl damit.

  • Die Funktion ist echt was für absolut "Charakterfeste" ;-P


    Bei den Preisen in Holland, Skandinavien und Frankreich ist das schon ganz angebracht. Aber in den anderen Ländern wollte ich auf die Toelranz nicht verzichten.

  • Im Prinzip hast Du absolut Recht!
    Es wäre Klasse, wenn man hier eine Toleranz von z.B. +10% einstellen könnte, denn man sollte jedem selbst überlassen, welcher Betrag auf seinem Strafzettel steht.
    Die Funktion ist echt was für absolut "Charakterfeste" ;-P


    Servus Martin,


    exakt so habe ich mir das vorgestellt - und auch schon mal angeregt :D, wobei ich eher wenig Hoffnung auf Umsetzung habe. Natürlich, wie du schon schreibst, eine Ansichtssache. Aber ich bekomme da schon "leichte Unmutsgefühle", wenn einer vor dir in der 60er Zone (AB Baustelle über lange Kilometer nur 55 km/h fährt und alle anderen damit ausbremst, weil er entweder im Halbschlaf ist oder eben meint, er müsse damit noch 0,03 Liter auf 100 km einsparen.


    Da es ja noch ein bisschen Toleranz nach oben gibt, alleine schon wegen den unvermeidlichen Messfehlern, ist es nicht wirklich praxisgerecht, effektiv langsamer als erlaubt unterwegs zu sein. Zum anderen fahre ich aber in unübersichtlichen Stellen fallweise auch langsamer als erlaubt, beispielsweise in unklaren Situationen oder bei Kindern, älteren Leuten etc. die mir zu nahe an der Straße stehen, oder sich zwischen geparkten Autos verbergen könnten und da wäre dann der + Offset wiederum völlig deplatziert.


    Und exakt aus diesen Gründen nutze ich die Funktion auch nicht, weil sie meines Erachtens (insgesamt betrachtet*) Aufmerksamkeit und Situationsbewusstsein des Fahrers einfach nicht ausreichend zu ersetzen vermag. Mir wäre eine Art Hinweis-Einblendung im KI lieber, die frei konfigurierbar ist und einem darauf aufmerksam macht (Warnsymbol), dass man x/xx km/h zu schnell ist, falls man mal geschlafen hat und nicht auf das Symbol der Verkehrszeichenerkennung achtet. Also z.B. "Blende mir ein Warndreieck ein, wenn ich (z.B.) 11 km/h bei erlaubten 30 - 80 km/h und 21 km/h bei 100 - 140 km/h zu schnell bin". Übersehe ich eine Geschwindigkeitsbegrenzung, bekomme ich damit einen zusätzlichen Hinweis.


    *Insgesamt betrachtet deshalb, weil die Funktionalität schon Sinn machen würde, wenn es eben einen frei programmierbaren Offset gäbe. Beispiel Ösiland mit den 130 km/h auf der AB, 135 km/h einstellen und man wäre safe und trotzdem kein Schleicher. Jetzt kannst du allerdings nur bei jedem neuen Schild jedesmal manuell ein paar km/h drauf geben. Und das gibt man bald wieder auf, weil es mehr Arbeit macht, als gleich selber die passende Geschwindigkeit zu halten. Da macht fast sogar ACC noch mehr Sinn...


    Grüße
    Robert

  • ...Da es ja noch ein bisschen Toleranz nach oben gibt, alleine schon wegen den unvermeidlichen Messfehlern, ist es nicht wirklich praxisgerecht, effektiv langsamer als erlaubt unterwegs zu sein...


    Zwar kann ich diese Argumentation nachvollziehen, dennoch sind die Geschwindigkeitsbeschränkungen und Tachoangaben nicht dazu da, sich damit eine „tatsächliche Geschwindigkeit“ zu errechnen und diese dann als „Tacho plus x“ irgendwie zu fahren.


    Was auf dem Schild angezeigt wird ist per Tacho einzuhalten. So haben wir es in der Fahrschule gelernt. Und wenn es alle so machen würden dann wird auch niemand zum Verkehrshindernis.

  • [...] Was auf dem Schild angezeigt wird ist per Tacho einzuhalten. So haben wir es in der Fahrschule gelernt. Und wenn es alle so machen würden dann wird auch niemand zum Verkehrshindernis.


    Servus Frank,


    die Argumentation ist für mich nicht recht nachvollziehbar. Wenn ich weiß, dass die Tachovoreilung z.B. bei 50 km/h 3 km/h und bei 100 km/h 4 km/h beträgt, dann fahre ich völlig guten Gewissens selbstverständlich auch 53 oder 104. Und zwar eben deshalb, weil es dann den zulässigen 50 km/h oder 100 km/h entspricht - und nicht 47 km/h oder 96 km/h.


    Umgekehrt protze ich hier - mal als Gegenbeispiel - auch nicht mit einem "tollen" Verbrauchswert gemäß Bordcomputer, weil mir dessen Abweichung von ca. - 0,5 l auf 100 km/h ebenso bekannt ist und ich mich damit ebenso selbst betrüge, genau wie bei der angezeigten Geschwindigkeit. Beide Messabweichungen gleiche ich aus, das nennt man bei einem Messgerät auch Kalibrierung, die ich in entsprechenden Messprotokollen ebenfalls berücksichtigen muss(!) - nicht darf.


    Btw.: In der Fahrschule habe ich übrigens gelernt, dass man - natürlich in einem vernünftigen, angepassten Rahmen - im allgemeinen Verkehrsfluss mitschwimmen soll - außer in der Fahrprüfung :D. Und das macht auch mehr Sinn, als ein abruptes Abbremsen auf "Strich 50" (oder bei manchen Kandidaten "sicherheitshalber" auch noch 45 km/h) exakt auf der Schwelle des Ortsschilds.


    Eine Glaubensfrage zweifellos, die jeder handhaben soll wie er meint. Einen hundertprozentigen Konsens wird es hier nie geben, aber letztlich sehe ich keine Erfordernis, die jeweils zulässigen Geschwindigkeiten nicht legal auszunutzen, wenn es die jeweilige Verkehrssituation zulässt.


    Grüße
    Robert

  • Was auf dem Schild angezeigt wird ist per Tacho einzuhalten. So haben wir es in der Fahrschule gelernt. Und wenn es alle so machen würden dann wird auch niemand zum Verkehrshindernis.


    Mein X4 hat bei 100 km/h eine Tachoabweichung von 2 km/h und meine GS eine von 8 km/h - jeweils gegen GPS gemessen.


    Welche Geschwindigkeit soll ich je nach Fahrzeug denn nun fahren?



    Wenn der deutsche Staat wollte, dass die Geschwindigkeit penibel eingehalten wird, dann würde eine Überschreitung bis 20km/h nicht nur 30€ kosten, sondern sich an Sätzen wie in den Niederladen, Norwegen, der Schweiz und den USA orientieren. fast alle Deutschen die ich kenne fahren dort sehr viel langsamer als im Heimatland - die Bewohner dieser Länder in D hingegen nicht. Wenn sich an diesen Strafen nicht deutlich etwas ändert, dann ändert sich auch nicht das Bewusstsein. Just my $0,02.


  • Hallo Robert,
    wenn du bitte so freundlich wärst, das von mir orange gekennzeichnete Wort deines Beitrags zurück zu nehmen ......;)

  • Die VZE ist wirklich ein "Sensibelchen"! :P

    Mittlerweile reagiert sie in unserem T3 sogar auf die kleinen, runden, orangen Schilder mit den militärischen Lastenklassen.


    Auf einer Landstraße, auf der ich hier oft unterwegs bin, gibt es ein solches Schild, das an einer kleinen Brücke steht und eine "30" zeigt.

    Das ist so ein Ding: ...nur eben mit einer "30" drauf.


    Hier sieht man (wenn auch undeutlich) die Situation:


    ...und was passiert:


    Da an dieser Stelle vorher Tempo 100 war, ist das ein ganz schön heftiges Manöver, bei dem ich echt nicht selbst hinter mir herfahren möchte 8|