Kapitel 2: von Des Moines, IA nach Forest City, IA
Jetzt musste ich ja noch immer die letzten 230km nach Forest City kommen. Hier in den USA gibt es die Firma U-Haul, die verleiht Autos - Trucks - für Umzüge. Die haben zig Stationen im ganzen Land und sind auf One-Way-Rental spezialisiert. Also habe ich am nächsten Morgen genau so einen U-Haul Truck abgeholt. Für die 5km vom Hotel zur örtlichen U-Haul- Vertretung hatte ich ja das Fahrrad dabei.
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Der Truck war auch ein GMC, V8, 3Gang Automatik (vielleicht auch 4Gang oder auch nur 2Gang) und ein Fahrverhalten wie eine Badewanne und ein ähnlicher Verbrauch, Weit entfernt von den unter 8 Litern des Terrain. Aber besser als nix und ist ja nur für 230km auf einer mehr oder weniger schnurgeraden Strasse. Auf CarPlay, wer hätte es gedacht, musste ich verzichten. Aber die Sportschau-App (Bundesliga Live, alle Spiele und Konferenz) ist sowieso nicht CarPlay- Kompatibel. Mit Headset geht es auch und hat mich dann für 2 Stunden ganz gut unterhalten. Das war den Tag, an dem Dortmund dann doch noch 4:3 in Leverkusen gewonnen hat…das letzte mal habe ich glaube ich in den 80er Jahren die Bundesliga-Konferenz im Radio gehört…
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Beim Händler angekommen ging alles ganz schnell. Die machen normalerweise eine längere Einweisung, wo einem jeder Lichtschalter erklärt wird - aber nicht samstags. Ich hab nur einen größeren Berg Papiere unterschreiben müssen, dann war Schlüsselübergabe und ich bin aus der Halle auf den Parkplatz gefahren. Hier hatte ich dann alle Zeit der Welt, das Auto - den Camper - zu erforschen. Landstromanschluß inklusive.
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Da ich ja im Grunde schon seit Dezember für genau diesen Tag geplant hatte, war das Einräumen meiner Camping-Sachen relativ schnell erledigt, dann noch das Bettzeug drauf und fertig. Und obwohl jetzt die Bayern bei RB Leipzig gespielt haben, habe ich mir als Erfrischung eine andere österreichische Spezialität gegönnt.
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Am Nachmittag habe ich dann die erste Ausfahrt mit dem neuen Auto gewagt.
Clear Lake ist hier ganz in der Nähe und hier hatte Buddy Holly am 2. Februar 1959 im Surf Ballroom seinen letzen Auftritt. In den frühen Morgenstunden des 3. Februar ist er dann ja leider, zusammen mit Ritchie Valens und J. P. Richardson aka. The Big Bopper sowie dem Piloten Roger Peterson, etwas weiter nördlich abgestürzt. Don McLean hat das alles dann 1971 in dem Lied “American Pie” verarbeitet („The Day The Music Died“)
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Die eigentliche Absturzstelle kann man , mitten in einem Maisfeld aber gut zu finden, auch besuchen.
Aber jetzt mal Schluss mit tragischen Geschichten, wenden wir uns mal dem Auto zu.
Es ist ein Winnebago Revel, so die offizielle Herstellerbezeichnung. Aussenrum ist es aber ein Mercedes Sprinter. V6 Diesel, 7Gang Automatik und dieser hier ist sogar die Allrad- Version inkl. Untersetzung. Mit den BF Goodrich K02 ist das Ding vielleicht nicht komplett Offroad- tauglich aber immerhin (sehr) Schlecht-Wege tauglich. Mercedes baut schon seit ein paar Jahren die Sprinter auch hier in den USA (South Carolina), meiner kommt aber aus Düsseldorf, wurde dann in Einzelteile zerlegt und in South Carolina wieder zusammengeschraubt. Damit umgeht man wohl irgendeine Import- Steuer..
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Camping- seitig gibt es, dank dieser Ausbuchtungen hinten links und rechts, ein Querbett (ich bin 1,88, langt grad so) welches sich elektrisch an die Decke fahren lässt und dann einen großen Stauraum freigibt. Oder man läßt es in ‘Schlafstellung’ und hat dann einen kleinen Stauraum. Dazu ein kleines ‘Wet-Bath’ (wie heißt das denn in Deutschland, wenn Dusche und Toilette sich den Raum teilen?) Mit Chemie-Kassetten-Klo. Gekocht wird mit Strom auf einem portablen Induktionskochfeld. Gas gibt es nicht, geheizt und warmen Wasser gibt es dank eines Diesel- Heiz-Kombi- Geräts. Die beiden Lithium -ionen Batterien werden entweder per Landstrom geladen oder per Solarpanels auf dem Dach oder in knapp 2 Stunden durch die zusätzlich verbaute Lichtmaschine. Und voll geladen können sie auch die Klimaanlage für 5-6 Stunden am Laufen halten.
Abends bin ich dann auf einen kleinen Campingplatz in der Nähe gefahren.
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...to be continued...