Roadtrip in Texas

Neu: Ab sofort könnt ihr euch DSGVO-konform für unseren Newsletter eintragen: KLICK

  • Gestern habe ich nach zig Jahren mal wieder einen längeren Roadtrip mit dem Touareg unternommen. Mittlerweile ist er fast 16 Jahre alt mit etwas mehr als 100,000km auf der Uhr.

    Die Fahrt ging nach Van, einer kleinen Stadt im nordöstlichen Texas, entfache Strecke knapp 400km. Und ich habe den Anhänger mitgenommen, der Grund der Reise war nämlich die Abholung einer größeren Menge Tierfutter.


    Wetter war so durchwachsen, immer mal ein bisschen Regen und sehr windig, aber mit 20°C bis 28°C kuschelig warm.


    Osttexas ist sehr bewaldet, hauptsächlich Pinienwälder und längst nicht so flach wie die Mitte und der Westen.


    Laut Bordcomputer lag der Durchschnittsverbrauch bei etwas unter 17l/100km, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 90km/h - über die kompletten 800km. Das ist auf deutschen Landstrassen kaum möglich und schon gar nicht mit Anhänger.

    Auf den meisten Landstrassen ist eine Höchstgeschwindigkeit von 70mph, also 113km/h erlaubt und es gibt auf den 400km relativ wenige Ortsdurchfahrten. Auch gibt es keine zusätzliche Beschränkungen für Anhänger und mein 2-Achser läuft hinter dem 2,5Tonnen Touareg sehr stabil.

    Spritpreise haben in den letzten Wochen stark angezogen, eine Gallone ‘Super’ kostet hier bei Exxon $3,59. umgerechnet in € und auf den Liter sind das ungefähr 80 Eurocent.

    Fun Fact: Bei uns heißen alle Exxon- Tankstellen auch tatsächlich Exxon. Dieselkraftstoff wird aber weiterhin unter dem Namen Esso angeboten, so wie im Rest der Welt die Tankstellen selber heißen. Der ExxonMobile- Konzern ist ja Nachfolger von Rockefeller’s Standard Oil und ‘Esso’ ist die Lautschrift der beiden Anfangsbuchstaben S-O: "Ess-Oh".

    Aufgeladen ist dann schnell und mit ein paar Spanngurten ist alles gut gesichert.


    Ich habe dann noch einen Nagel im rechten hinteren Reifen des Anhängers entdeckt, konnte das Loch aber schnell selber flicken. Hat auch prima gehalten, keinerlei Druckverlust auf der Heimfahrt




    4 Stunden später war ich dann wieder daheim, schnell abgeladen, dann kann sich der Touareg in der Garage erholen und ich auf der Couch.


    Ich bin nach wie vor vom Touareg begeistert - aber wem sag’ ich das - er hat die Sache auch mit seinen 16 Jahren souverän gemeistert.


    Gruß


    Frank

  • Moin Frank,

    Dankeschön für den Bericht und gute Fahrt weitere. Der Verbrauch, wow... aber klar, 8 Pötte wollen gefüllt werden. Macht so ein flaches "Anhängerchen" viel aus?

    Ich hab hoffentlich ab nächstem Wochenende wieder ein paar Langstrecken mit meinem Dicken vor mir, auf die ich mich schon sehr freue!


    Gruss

    Silvio

  • Ja, find ich auch, ein schöner Bericht über eine eigentlich ganz normale Fahrt - aber eben in einer ganz anderen Ecke der Erde.

    Was mich schon etwas wundert, das ist der Verbrauch, auch wenn´s der große Motor ist. Mein 3,0 Ltr. mit 245 PS verbraucht bei einem Autobahnschnitt

    von 85 km/h mit dem beladenen 3,5 to-Anhänger ca. 14 Ltr.

  • [...] Was mich schon etwas wundert, das ist der Verbrauch, auch wenn´s der große Motor ist. Mein 3,0 Ltr. mit 245 PS verbraucht bei einem Autobahnschnitt

    von 85 km/h mit dem beladenen 3,5 to-Anhänger ca. 14 Ltr.

    Servus,


    Frank fährt ja auch einen V8 Benziner aus 2005, da hinkt der Vergleich zu einem 2013er V6 TDI etwas. Grundsätzlich genehmigen sich Benziner bei zügiger Gangart auf der AB oder eben im Anhängerbetrieb mit konstanter Leistungsanforderung schon einen guten Schluck mehr. Da sieht auch der aktuelle 340-PS-Benziner beim Touareg III gegenüber seinen Dieselbrüdern nicht gut aus.


    Grüße

    Robert

  • moin Frank,

    Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 90km/h - über die kompletten 800km. Das ist auf deutschen Landstrassen kaum möglich

    ja, das kenn ich. Hier kann man auf den endlosen Landstrassen auch gut mit 100 bis 110 dahingleiten und kommt gerne mal mit nem Schnitt zwischen 80 und 95 heim, wenn jetzt keine Metropole oder verstopfte Hauptverkehrsader im Wege war. Das war jetzt letztens von Saransk bis hinter Kaluga, meist so mit 100 dahin geglitten.


    Gruss

    Silvio

  • Okay danke, das hab ich nicht gewusst, dass es sich bei Franks Auto um einen Benziner handelt. Da ist schon alles klar. Ich hatte vor Jahren mal einen 3 Ltr. 6 Zyl. Pajero Benziner, da war im Anhängerbetrieb (3 to) nichts unter 20 Ltr. zu machen.

  • Hahaha…ja, das geht vielen so. Man denkt halt immer gleich an den Cowboy, der durch die Steppe reitet.


    Texas ist ja ziemlich groß, fast doppelt so groß wie Deutschland und grösser als Frankreich. Der Osten ist flach bis mittelgebirgig, grün und bewaldet und in der Tat sehr europäisch, der Westen ist auch flach – Hochebene auf 700- 1300m – und in weiten Teilen die staubige Steppe, die man sich immer vorstellt.


    Gruß


    frank