Elektrische Leitungen sicher und dauerhaft reparieren bzw. erweitern

  • Servus zusammen,

    im Kfz-Bereich kommt es ja immer mal wieder vor, dass einzelne oder mehrere Kabel beschädigt werden, bzw. Steckverbinder korrodieren und dann zu erhöhten Übergangswiderständen führen. Beim Touareg kennen wir beispielsweise die Thematik mit dem Airbag-Fehler, wenn der Steckverbinder unter dem Sitz fehlerhaft ist. Oder der Kabelbaum unter dem Teppich auf der Fahrerseite vergammelt durch Feuchtigkeit. Und auch den allseits beliebten Mardern fällt mal das ein oder andere Kabel im Motorraum zum Opfer.

    Zusatzverbraucher benötigen hingegen neue Leitungen und auch die sollten anständig angeschlossen werden. Geflickt oder neu gemacht ist so was oft schnell - und funktioniert in der Regel auch eine Weile, je nach Qualität der Arbeit und den Rahmenbedingungen wie Feuchtezutritt, Vibrationen und mechanischer Beanspruchung.

    Wie man so was fachgerecht und mit langfristiger Zuverlässigkeit macht, möchte ich hier kurz erläutern und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren wie Löten, Quetschverbinder, Schneidklemmverbinder, Aderendhülsen usw. aufzeigen.

    Starten wir mit den wohl bekanntesten Kabelverbindern fürs Auto, den einfachen Quetschverbindern:

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    Die Dinger hat jeder sicher schon mal gesehen, bzw. schon vor ewiger Zeit noch beim ersten Auto damit die Nebelscheinwerfer oder den Bumm-Bumm-Audio-Verstärker damit angeschlossen. Seit damals haben sie sich auch nicht verändert.

    Verarbeitet werden sie traditionell gerne mit der Kombizange, also einfach breitgequetscht, was die entstehenden Verbindungen noch schlechter macht. Auch die "Qualitätszange" in der unteren Hälfte des folgenden Bilds macht das nur unwesentich besser. Wenn man mit diesen Quetschverbindern arbeiten möchte, dann sollte man in jedem Fall eine passende Crimpzange mit definiertem Pressdruck und einem vernünftigen Pressprofil einsetzen. Die sieht dann so aus, wie die Zange in der oberen Bildhälfte.

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    Korrekte Verpressung mit der richtigen Crimpzange

    Wichtig ist zu wissen, dass diese Quetschverbinder nicht wassergeschützt sind und Feuchtigkeit ungehindert in den Bereich der Verpressung und auch munter in das Kabel selbst einziehen kann. Letzteres passiert schlichtweg deshalb, weil herkömmliche Leitungen nicht längswasserdicht sind und der mehrdrähtige Kupferleiter durch die Kapillarwirkung wie ein Docht wirkt. Sind ein oder beiden Enden nicht dicht verschlossen oder wird der Isoliermantel irgendwo beschädigt, haben Feuchtigkeit bzw. auch andere Flüssigkeiten leichtes Spiel.

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    Querschnitt durch eine mehrdrähtige (flexible) Leitung

    Am Beispiel einer Lötverbindung, welche einige Zeit der Witterung ausgesetzt war, sieht das dann bald so aus, gerne auch mal noch zusätzlich mit grünlichen Ausblühungen.

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    Die Isolierung rechts habe ich hier manuell zurückgezogen, die Korrosion ist also gut sichtbar ungehindert unter die PVC-Isolierung gewandert. Die Verwendung nicht abgedichteter Quetsch- und Steckverbinder sollte also besser nur im Innenraum erfolgen, wenn das länger halten soll.

    Geht es darum, eine trennbare Kabelverbindung zu schaffen, dann sollten im Außenbereich immer wassergeschützte Steckverbinder eingesetzt werden. Die sehen dann zum Beispiel so aus:

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    Natürlich, man ahnt es schon, braucht es auch zu diesem System wieder eine hierzu exakt passende Crimpzange.

    Deutlich einfacher ist es, wenn man eine beschädigte Leitung reparieren (flicken") will, die später nicht mehr getrennt werden muss. Viele sehen das Löten immer noch als die beste Wahl, da gibt es aber mittlerweile bessere und einfachere Lösungen. (Zu den Nachteilen von Lötverbindungen dann später unten mehr).

    Im industriellen Umfeld werden schon länger kombinierte Schrumpf- und Lötverbinder eingesetzt, welche aus einem innenseitig kleberbeschichteten Schrumpfschlauch samt einem Schrumpf- und Lötring bestehen. Die waren früher ziemlich teuer, daher haben sie sich im privaten Bereich nicht recht durchsetzen können. Das hat sich aber geändert, brauchbare Qualität erhält man heute zum absolut erschwinglichen Preis.

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    Die Verarbeitung ist denkbar einfach, man isoliert die Leitungsenden mit eine Abisolierzange ein paar Millimeter ab und steckt die Leitungen so in den Verbinder, dass sich die blanken Enden unterhalb des Schrumpf- und Lötrings überlappen.

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    Dann wird mittels einer Heißluftpistole der Verbinder (mit Gefühl, nicht mit 600 °C drauf halten) erhitzt, bis der Schrumpf/Lötring die Leitungen verbunden hat und der Kleber der beiden Ringe an den Enden des Verbinders aufgeschmolzen ist. Hierdurch entsteht sowohl eine Zugentlastung als auch der wasserdichte Abschluss.

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    So sieht dann die fertige Verbindung aus.

    Wicht ist, dass die Verbinder passend zum Leitungsquerschnitt ausgewählt werden, damit eine sichere und dichte Verbindung entsteht. Die Verbinder sind aber farbcodiert, so dass die Auswahl sehr einfach ist.

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    Weitere Vorteile der Schrumpfverbinder bestehen in der Vibrationssicherheit und dem Knickschutz der Leitungen, durch eine gewisse Elastizität zu den Enden hin. Bei korrekter Verarbeitung sind damit langfristig sichere elektrische Kontaktierungen herstellbar, die auch im Außenbereich von Fahrzeugen absolut zuverlässig sind.

    Die Vor- und Nachteile von Lötverbindungen im und am Auto:

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    Als es noch keine vernünftigen bzw. bezahlbaren Verbinder gab, die sich auch vom Hobbyschrauber ohne teure Spezialausrüstung in Form von diversen Crimpzangen verarbeiten ließen, wurde gerne aufs Löten zurückgegriffen. Grundsätzlich ist da auch gar nichts dagegen einzuwenden, wären da nicht ein paar Fußangeln für "privat & draußen".

    - Am Fahrzeug hat man in aller Regel keine vernünftige Lötststation zur Hand, die meisten Bastler werden nicht mal einen temperaturgeregelten Lötkolben besitzen. Schlechte Vorbedingungen für eine saubere Lötstelle, welche mindestens so aussehen sollte wie hier:

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    - Löten will gelernt sein. Viele "kleben" die Drähte nur zusammen, weil sie entweder beim Erkalten der Lötverbindung und ohne Beruhigungsbier zittern oder der ungeregelte Lötkolben nicht die Leistung besitzt, das Lot in kurzer Zeit vollständig im zulässigen Temperaturfenster aufzuschmelzen.

    - Ein schlechte "kalte" Lötstelle ist mechanisch nicht stabil und anfällig für ein komplettes späteres Versagen.

    - Meist wird die Lötstelle einfach mit Isolier- oder Gewebebandband umwickelt, was natürlich Murks ist, vor allem im Außenbereich bei Feuchteeinwirkung. Was dann passiert, das ist im fünften Bild des Beitrags ersichtlich. Ach und Tesa aus dem Büro ist noch schlechter :zwinker:.

    - Beim Lötvorgang verfestigt sich das Kupfer noch ein paar Millimeter von der Lötstelle. Das liegt einerseits daran, dass Lot durch die Kapillarwirkung der Litze in die Zwischenräume der Drähte gezogen wird und diese teilweise verbindet. Andererseits kann auch eine hohe thermische Beanspruchung und eine zu rasche Abkühlung der Lötstelle (z. B. durch Pusten) das Material selbst verfestigen. Die Folge ist, dass ein scharfer Übergang von "Kupfer hart" zu "Kupfer weich" entsteht, was in Bezug an die Bruchempfindlichkeit des Leiters an diesen Stellen eben absolut ungünstig ist.

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    Die Leitung wurde hier nicht mit HIlfe einer Zange o. ä. bewusst so gebogen, der 90°-Knick entsteht genau im Übergang von der verfestigten Zone zum noch regulär weichen Kupfer. In Kombination mit Vibrationen oder mechanischen Bewegungen (Heckklappe, Türscharnier usw.) wird genau dort über kurz oder lang ein Bruch eintreten. Und dann geht die Fehlersuche wieder von vorne los...

    Wenn partout gelötet werden soll, dann rate ich deshalb unbedingt zum Einsatz eines kleberbeschichteten Schrumpfschlauchs, um die Lötstelle und die neuralgische Zone kurz davor mechanisch zu entlasten. Ebenso wird hierdurch der Zutritt von Feuchtigkeit samt Korrosion verhindert. Gegen eine sauber ausgeführte Lötstelle in Kombination mit besagtem Schrumpfschlauch ist dann nichts einzuwenden. Oben genannte Schrumpf- und Lötverbinder sind allerdings die wesentliche einfachere und verarbeitungssicherere Lösung.


    Freie Leitungsenden anschließen:

    An modernen Autos gibt es nicht mehr viel geschraubte Leitungen, sieht man mal von Hochstromverbrauchern mit entsprechend großen Kabelquerschnitten ab. Die sind dann allerdings zumeist mit Ringkabelschuhen oder Klemmverschraubungen (z. B. an der Starterbatterie) versehen. Es gibt aber durchaus noch einige Ausnahmen. Beispielsweise an der Steckdose der Anhängekupplung und natürlich dem Gegenstück am Anhänger. Auch Camper und Wohnmobile besitzen oft Elektroboxen mit Schraubterminals.

    Auch hier ist es wichtig, diese Anschlüsse fachgerecht herzustellen, damit es später keine unangenehmen Überraschungen gibt. Am einfachsten geht das mit den sogenannten Aderendhülsen, die es für verschiedene Kabelquerschnitte sowohl ohne als auch mit Kunststoff-Schutzkragen gibt.

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    Von der Billig-Variante (oberes Bild) ohne Schutzkragen rate ich aus folgenden Gründen ab:

    - Kein Knickschutz für die Leitung und erhöhte Leiter-Bruchgefahr bei Vibrationen.

    - Einführen der Litzenleitung schwierig, zudem besteht hier gerne die unbemerkte Gefahr, dass einzelne Drähte neben statt in die Hülse geschoben werden. Das führt dann gerne zu Kurzschlüssen, wenn das nächste Anschlussterminal dicht nebenan liegt.

    - Durch die fehlende Farbcodierung bringt man die Hülsen schnell mal durcheinander. Gerade bei ähnlichen Leiterquerschnitten wie 0,5 und 0,75 mm² kann man schnell mal versehentlich die größere Hülse erwischen, was schlecht für eine korrekte Crimpverbindung ist.

    Auch Aderendhülsen benötigen zu ihrer Verarbeitung eine geeignete Presszange. Damit ist auch hier nicht die allgegenwärtige Kombizange gemeint, sondern eben eine Aderendhülsenzange. Die gibt es sowohl mit trapezförmigem und auch rundem Pressprofil. Bei den einfachen Varianten dosiert man den Pressdruck nach Gefühl, komfortablere Zangen sorgen automatisch für den passenden Pressdruck. Alle Pressprofile versehen die Crimpverbindung mit quer zur Längsachse des Leiters laufenden Einkerbungen. Die sorgen für den festen Sitz der Aderendhülse auf dem Litzenleiter.

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    Pfusch-Pressung mit der Kombizange, die Hülse kann leicht abrutschen

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    Verpressung mit Trapezprofil-Zange

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    Verpressung mit Rundprofil-Zange

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    Verpressung mit Trapezprofil-Zange, eine Nummer zu große Aderendhülse gewählt

    Übrigens gibt es auch spezielle Aderendhülsen mit Kunststoffkragen, welche für zwei Leiter des gleichen Querschnitts geeignet sind. Das ist oft ganz praktisch und zeitsparend. Die nennen sich, ja nach Hersteller" dann Twin..., Duo..., Doppel..., oder Zwillings (Aderendhülsen).

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    Eine Doppel-Aderendhülse für 2 x 0,75 mm² Leiter

    "Wegsparen" sollte man die Aderendhülsen auf keinen Fall, mehrdrähtige Leiter und Schraubverbindungen sind keine guten Freunde. Das gilt auch für das Verzinnen der Litze, das ist so ziemlich das ungünstigste Vorgehen. Lötzinn ist weich und neigt daher stark zum "Kaltfließen". Die elektrische Verbindung wird mit der Zeit durch den nachlassenden Anpressdruck der Klemme immer schlechter. Außerdem tritt hier wieder das bereits weiter oben behandelte Problem zutage, dass die mehrdrähtige Leitung durch eingezogenes Lot und gegebenenfalls auch thermische Einwirkungen unflexibler wird und zusammen mit dem fehlenden Knickschutz in diesem neuralgischen Bereich bei Vibrationen oder Bewegung schnell bricht.

    Grüße

    Robert

    ©Touareg-Freunde. Darf gerne verlinkt aber bitte nicht kopiert und anderswo eingestellt werden. Danke.

  • moin,


    Ich nehme bei der Arbeit immer lötverbinder mit den integrierten Schrumpfschlauch, nehme zusätzlich nochmals ein schrumpfschlauch.

    Wenn es im Aussenbereich oder gar spritzwasser besteht fülle ich zwischen lötverbinder und schrumpfschlauch noch zusätzlich kit rein. Ist absolut wasserdicht.


    Bis jetzt nie probleme gehabt 😁


    was ich in der reparatur gelernt hab, nie iso band nehmen, die sind absolut nicht wasserdicht.

    Gruss Paul

  • Update: Kapitel "Freie Leitungsenden anschließen:" erstellt, Bilder im Bestandstext ergänzt.

    Sollte nun für die meisten Anwendungsfälle komplett sein. Wenn jemand noch Anregungen für Ergänzungen hat, dann bitte gerne her damit.

    Grüße

    Robert

  • Hallo Robert,

    danke für die Übersicht, genau mein Thema.

    Im Touareg musste ich bislang noch keine Leitung reparieren, im Wohnmobil ist aber ständig ein Um- und Ausbau fällig und meist ist dann auch irgendwas zu verkabeln.

    Früher habe ich eigentlich immer gelötet (und bilde mir ein, dass ich das ganz gut kann), seit ein paar Monaten sind aber diese Quetschverbinder mein absoluter Favorit:

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    Die Dinger sind aus verzinntem, Kupfer, nicht isoliert, und haben in der Mitte einen Steg, so dass die Kabel sich beim Einführen nicht in die Quere kommen. Eine spezielle Zange zum richtigen Verpressen braucht man natürlich auch

    Hinterher kommt dann Schrumpfschlauch drüber, der mit dem Kleber innen. damit wird es nicht nur wasserdicht sondern das Kabel hat auch eine Zugentlastung.

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    Mit diesen kombinierten Schrumpf- Lötverbindern kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Vielleicht fehlt mir aber auch nur die passende Heißluftpistole, die eine ist nicht heiß genug, um das Lot zu schmelzen, die andere ist so heiß, dass der Schrumpfschlauch nicht nur schrumpft, sondern verbrennt.

    Gruß

    frank

  • [...] Mit diesen kombinierten Schrumpf- Lötverbindern kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Vielleicht fehlt mir aber auch nur die passende Heißluftpistole, die eine ist nicht heiß genug, um das Lot zu schmelzen, die andere ist so heiß, dass der Schrumpfschlauch nicht nur schrumpft, sondern verbrennt. [...]

    Servus Frank,

    die Dinger sind mit Lot versehen, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweist als herkömmlicher Lötdraht. Dennoch muss man an der Heißluftpistole schon so mit 250 bis 300 °C echter Luftaustrittstemperatur arbeiten, ansonsten dauert das Ganze zu lange und man beschädigt letztlich damit auch die eigentliche Leitungsisolierung durch Überhitzung.

    Konträr zur Verabeitung normaler Schrumpfschläuche gehe ich hier so vor, dass ich erst nacheinander die beiden Enden mit den Kleberringen fertig verarbeite. Das hat den Vorteil, dass die beiden abisolierten Leiterenden schon mal fest in der richtigen Position fixiert sind und im Anschluss schlechte Lötstellen durch Bewegung/Zittern vermieden werden. Außerdem benötigt die metalische Schrumpfmuffe und das Lot mehr Verarbeitungszeit, die gern gemachte Linerarbewegung der Heißluftpistole über die ganze Länge der Schrumpfmuffe ist hier deshalb nachteilig.

    Dann bearbeite ich die eigentliche Verbindungsstelle und kann so ganz genau den notwendigen Wärmeeintrag steuern, ohne auf den empfindlicheren Rest des Verbinders Rücksicht nehmen zu müssen. Das funktioniert auf diese Weise sehr problemlos.

    Was im Gegensatz zu normalen Schrumpfschläuchen hier überhaupt nicht funktioniert, das ist die Brachialmethode mit dem Gasfeuerzeug. Für die Verarbeitung von Schrumpfschläuchen, Schrumpfmuffen und diesen kleinen Lötverbindern habe ich mir daher eine Akku-Heißluftpistole von Makita zugelegt. Mit der Leistung netzbetriebener Heißluftpistolen (vor allem beim Luftstrom) nicht direkt vergleichbar, aber eben für diese Anwendungen "outdoor" perfekt geeignet.

    Auf Stufe 5 von 6 und mit der Lufstromeinstellung 2 von 2 erzielt man damit sehr gute Ergebnisse und da im Set unter anderem auch ein Deflektoraufsatz beiliegt, gefährdet man auch nicht benachbarte Leitungen oder Bauteile. Das Teil hat (thermisch) ganz schön Power, hat bislang für alle "Schrumpfanwendungen" locker ausgereicht.

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    Wenn man öfter mit Schrumpfis arbeitet, dann lohnt sich so ein Ding schon, für nur gelegentliche Anwendungen dann eher eine netzbetriebene Heißluftpistole mit regelbarer Temperatur und eher kleiner Düse und zweistufiger Luftstrom-Einstellung. Muss man sich zwar mit dem Netzkabel herumschlagen, dafür sind die Dinger deutlich billiger zu bekommen, teils für unter 30 Euro. Das Ding hier von Makita liegt aktuell im Set (Pistole, Düsenaufsätze und Koffer, aber kein Akku, der im Bild oben ist nicht dabei) bei Amzon bei EUR 159.- Eher was, wenn man schon 18-Volt-Akkus von Makita hat, dann ist das noch eine überschaubare Ausgabe.

    Hier mal der Link zum Produkt auf Amazon (Achtung Werbung...) https://amzn.to/4nPqxzq Gibt's natürlich auch anderswo, daher bitte immer selbstständig aktuelle Preise vergleichen!

    Grüße

    Robert

  • [...] Früher habe ich eigentlich immer gelötet (und bilde mir ein, dass ich das ganz gut kann), seit ein paar Monaten sind aber diese Quetschverbinder mein absoluter Favorit:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    [...]

    Hallo Frank,

    hast du da mal eine Bezeichnung für die Dinger, damit sich interessierte User da mit der Suche leichter tun? Also falls das auch in D verfügbar ist(?). In Kombi mit einem kleberbeschichteten Schrumpfschlauch ja durchaus ebenfalls eine gute Sache.

    Danke und Grüße

    Robert

  • Hi Robert,

    hier heißen die Dinger "Butt Splice Connectors". wenn ich damit auf Amazon.de suche, finde ich so einige Angebote. Soweit ich das überblicke, heißen die Dinger bei euch auch "Stoßverbinder"

    Gruß

    frank