13-Distanzregelung Status: nicht erreichbar 0100 7P6907561c ACC Radarsensor

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  • Hallo zusammen,

    ich benötige dringend eure Hilfe. Vor zwei Wochen im Urlaub sind bei meinem VW Touareg 7P, Baujahr 2015, folgende Fehler aufgetreten:

    • ACC (Abstandsregeltempomat) ausgefallen
    • Front Assistent ausgefallen
    • Start-Stopp-Fehler
    • Auto Hold-Fehler
    • Fehler im Fahrwerk

    Da ich im Urlaub weder ein Multimeter noch VCDS dabei hatte, bin ich zu einer VW-Werkstatt in Italien gefahren. Zunächst vermutete ich, dass das Problem mit der Batterie zusammenhängen könnte. Allerdings wurde dies nach einem Batterie-Check von VW ausgeschlossen.

    Als ich wieder zu Hause war, hatte ich die Batterie immer noch im Verdacht. Ich habe sie aufgeladen und auch testweise mit einem anderen Fahrzeug gebrückt, jedoch ohne Verbesserung.


    Anschließend habe ich den Fehlerspeicher mit VCDS ausgelesen und zahlreiche Fehlermeldungen erhalten. Besonders merkwürdig ist, dass das Steuergerät "13 Distanzregelung" den Status "nicht erreichbar 0100" meldet. Das Löschen des Fehlerspeichers brachte keinen Erfolg.


    Nach meinen Recherchen handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen defekten Radarsensor vorne rechts (korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre). Im Internet habe ich Fotos gefunden, auf denen oxidierte Kontakte zu sehen sind, die ähnliche Probleme verursachen können.

    Heute habe ich den Sensor von hinten ausgebaut, ohne die Justierung zu beschädigen (die angeblich etwa 700 Euro bei VW kostet). Die Kontakte sehen alle gut aus. Laut Schaltplan sollten an dem 8-poligen Stecker an Pin 1 und Pin 8 jeweils 12V anliegen. Bei mir ist dies der Fall.

    Hat jemand von euch bereits dasselbe Problem gehabt oder kann man mit Sicherheit sagen, dass der Radarsensor (Teilenummer: 7P6 907 561 C) defekt ist? Oder habt ihr noch weitere Ideen, um das Problem zu diagnostizieren?


    Gibt es vielleicht jemanden, der das Steuergerät reparieren kann? Ich möchte ungerne 1000-2000 Euro für einen neuen Sensor ausgeben, wenn das Problem dadurch nicht behoben wird.


    Grüße

    David

  • Interessant, habe das gleiche Problem.

    Der Sensor kostet übrigens 2.600€ ohne Kalibrierung.

    Bin mir zu geizig dafür am Ende 3.500€ auszugeben,

    obwohl ich den Tempomat nie bemutze.

    Und kaufste einen Gebrauchten ist der nach einem halben JAhr auch im Eimer.

    Denke Wasser und Steinschlag sind ein Problem.

  • Bin mal auf die Suche gegangen und hab das Problem gefunden:



    IMG_5922.jpg



    IMG_5924.jpg



    Hier ist wohl Wasser und Salz eingedrungen und hat einen Kurzschluss verursacht.

    Neuteil etwas über 2.500€.

    Kann man das irgendwo reparieren lassen?

    Da ist doch sicher nur ein elektronisches Bauteil durchgebrannt. Für einen Elektroniker sicher eine Kleinigkeit.


    Auch habe ich einen Sensor mit der Nummer 4G0907541B aus einem Audi gefunden. Sieht auf den ersten Blick identisch aus. Passt der eventuell?

  • Moin,


    anhand der Fotos bin ich entsetzt darüber, wie ein so teures Bauteil offensichtlich völlig unzureichend geschützt ist. Sauerrei!

    Ein vollkommen vermeidbarer Defekt, wenn ein paar Cent mehr für eine effektivere und langlebigere Abdichtung investiert worden wäre.


    Gruß, Ingo

  • Moin,


    anhand der Fotos bin ich entsetzt darüber, wie ein so teures Bauteil offensichtlich völlig unzureichend geschützt ist. Sauerrei! [...]

    Servus Ingo,


    schick' doch das Bild mit Genehmigung von Günther an Bosch, die bauen das Teil. Oder er selbst als Betroffener, samt Nachfrage, was man sich dabei so denkt.


    Wenn hier kein Steinschlag vorliegt, dann ist der Werkstoff allem Anschein nach nicht dauerhaft gegen winterliches Salzwasser* beständig. Nach weit genug fortgeschrittener Korrosion ist dann schließlich die Dichtung nicht mehr in der Lage ihrer Funktion aufgrund der vergammelten Anlageflächen nachzukommen. Wasser tritt ein, das war's dann mit der Elektronik.


    Hat immerhin 9 - 10 Jahre gehalten bis zum Exitus.


    Grüße

    Robert

    *Das hängt aber auch damit zusammen, welches Zeug man am jeweiligen Wohnort bzw. den oft befahrenen Strecken so auf die Straßen verteilt. Mittlerweile sind da oft auch Substanzen dabei, die noch aggressiver als das altbekannte Salz (Natriumchlorid) wirken. Weniger durch eine erhöhte Korrosivität an sich, sondern weil solche "Spezialmischungen" länger auf der Straße haften - und leider auch an Bauteilen.

  • Hallo Robert,


    klingt alles plausibel was Du schreibst und gerade deshalb sollten Konstukteure solcher teuren und empfindlichen Bauteile genau das doch auch wissen und berücksichtigen. Aber nun gut, vielleicht fällt dieser Schaden ja auch unter die unvermeidbaren Einzelfälle und der Großteil bleibt dicht.


    Gruß, Ingo

  • Servus Ingo,


    zumindest bislang halten sich die Ausfälle bei uns im Forum ja noch in Grenzen, obwohl die ersten 7P nun seit 13 Jahren unterwegs sind. Allerdings sind in aller Regel auch gebrauchte Radarsensoren dieser Bauart sichtbar korrodiert, so dass dies scheinbar schon ein grundsätzliches Problem ist. Der Einbauort ist in Sachen Umwelteinflüsse freilich nicht eben der günstigste, da die Dinger hier verstärkt Gischt und Spritzwasser ausgesetzt sind.


    Allerdings wäre es für den Hersteller, in dem Fall Bosch Mobility, auch keineswegs ein Problem, eine Alu-Legierung für das Gehäuse einzusetzen, die dauerhaft salzwasserbeständig ist. Die Lebensdauer solcher Komponenten wird ja schon vorab mittels Testverfahren "Beschleunigte Alterung" genau geprüft. In dem Fall mittels Salzsprühtest. Dann mittelt man über die zu beliefernden Märkte und bestimmt eine durchschnittlich zu erwartende Lebensdauer, die einen Kompromiss zwischen unliebsamen Garantie-Forderungen und Imageschäden gegenüber den Produktionskosten darstellt.


    Wird man in den nächsten Jahren sicher an entsprechenden Beiträgen (oder eben nicht) hier im Forum sehen, wie sich die Ausfallquote bei diesem Bauteilen verhält. Ärgerlich ist es allemal, da die Teile ja nicht eben nur ein Trinkgeld kosten und dazu noch teure Justagearbeiten in der Werkstatt obendrauf kommen.


    Grüße

    Robert

  • Hilft mir alles nicht weiter.

    Nach 10 Jahren kann alles mal kaputt gehen.

    Bei der Konstruktion haben die sich nicht mit Ruhm bekleckert.

    Und warum muss sowas 2.500€ kosten?

    Das ist sicher nicht mehr als 50€ in der Herstellung wert. Wenn so ein Sensor neu 3-400€ kosten würde, wäre es ja egal.

    Aber wenn beide defekt sind, kostet das ca 6.000€ ? Das finde ich schon sehr frech.


    Nochmal die Frage: ist eine Firma bekannt die solche Sensoren reparieren kann?

    Passen Sensoren vom Audi A6/ optisch identisch?